Outdoor-Sport mit kleinem Fußabdruck: Das ist bei Anreise, Ausrüstung und Verpflegung zu beachten

Outdoor-Sport mit kleinem Fußabdruck: Das ist bei Anreise, Ausrüstung und Verpflegung zu beachten

Laufen und Radfahren benötigen weder zwangsläufig eine Sporthalle noch aufwendige Technik. Ganz ohne Auswirkungen auf Umwelt und Klima kommen Aktivitäten in der Natur jedoch trotzdem nicht aus.

Ein großer Teil der Belastung ergibt sich meist bereits auf dem Weg zum Ausgangspunkt. Neue Funktionsbekleidung und Ausrüstung, die häufig ersetzt wird, verbrauchen ebenso wertvolle Rohstoffe. Einzelne Portionen Proviant verursachen zudem zusätzlichen Verpackungsabfall.

Wenn bestimmte Dinge bei der Planung berücksichtigt werden, muss allerdings keineswegs auf lange Touren oder anspruchsvolle Trainingseinheiten verzichtet werden.

Die Planung beginnt vor der Haustür

Vor dem Aufbruch sollte der Blick auf die Erreichbarkeit des Startpunkts und den persönlichen Bedarf unterwegs gerichtet werden.

Für längere Strecken gehören Getränke und die passende Verpflegung ins Gepäck. Je nach Belastung kann dazu auch ein Energy Gel zählen. Wichtig ist, dass Verpflegung zu der Dauer und der Intensität der Belastung passt und nicht vorsorglich zu viel eingepackt wird.

Gerade bei Touren in den Bergen beeinflusst die Anreise die Klimabilanz deutlich. Nahe gelegene Strecken lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Für weiter entfernte Ziele bieten sich Bus und Bahn an, sofern Fahrplan und Streckenverlauf zusammenpassen.

Ist ein Auto nötig, senkt eine gut besetzte Fahrgemeinschaft den Kraftstoffverbrauch pro Person. Darüber hinaus sollten idealerweise Routen gewählt werden, die nicht wieder am Ausgangspunkt enden. Solche Streckentouren lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist leichter organisieren als mit einem abgestellten Auto.

Vorhandene Ausrüstung länger verwenden

Eine neue Jacke mit Nachhaltigkeitssiegel ist nicht automatisch umweltfreundlicher als das Modell, das bereits im Schrank hängt. Solange Kleidung und Ausrüstung ihren Zweck erfüllen, spart ihre weitere Nutzung die Rohstoffe und die Energie, die für ein neues Produkt erforderlich wären. Kleine Risse lassen sich zum Beispiel häufig problemlos reparieren. Rucksäcke oder Zelte können zudem für seltene Einsätze ausgeliehen werden.

Bei einem Neukauf zählen Haltbarkeit und Reparierbarkeit mehr als kurzfristige Trends. Austauschbare Schnallen oder Sohlen verlängern ihre Nutzungsdauer. Zugleich muss die Ausstattung jedoch immer zur jeweiligen Aktivität passen. Vor allem bei Schuhen oder Helmen darf ein geringerer Materialeinsatz nicht zulasten von Schutz und Funktion gehen.

Verpflegung passend zur Strecke auswählen

Nicht für jede schnelle Runde ist spezielle Sportnahrung nötig. Bei kürzeren, moderaten Einheiten reichen die zuvor aufgenommenen Mahlzeiten und Wasser meist aus.

Mit zunehmender Dauer und Belastungsintensität wird eine gezielte Versorgung unterwegs jedoch immer wichtiger. Welche Menge sinnvoll ist, hängt vom konkreten Belastungsverlauf und der persönlichen Verträglichkeit ab.

Mit wiederbefüllbaren Flaschen oder Trinksystemen lässt sich auf Einwegbehälter verzichten. Snacks können außerdem zu Hause in einer kleinen Dose portioniert werden. Wo Einzelverpackungen aus praktischen Gründen dennoch zum Einsatz kommen, gehören sie nach der Nutzung unbedingt zurück in die Tasche anstatt in die Natur. Das gilt auch für kleine Abrisslaschen, die beim Öffnen leicht herunterfallen.

Rücksicht gehört zu einer nachhaltigen Tourenplanung

Ein kleiner ökologischer Fußabdruck bezieht sich nicht nur auf die Auswahl der Verkehrsmittel und der Ausrüstung. Bleiben Sportler:innen auf den markierten Wegen, schützen sie empfindliche Flächen vor zusätzlicher Belastung. Saisonale Sperrungen sind ebenfalls immer zu beachten, da sie beispielsweise dem Schutz brütender Vögel oder anderer Wildtiere dienen. Abfälle sind keinesfalls am Rastplatz zurückzulassen − selbst wenn sie biologisch abbaubar erscheinen.

Diejenigen, die dazu näher gelegene Ziele wählen und ihre Ausrüstung möglichst lange nutzen, reduzieren die Auswirkungen ihres Outdoor-Sports bereits erheblich.

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