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25.06.2015 // Speicher zur Nutzung von Stromüberschüssen

Wie Speichertechnologien genutzt werden können, um Schwankungen und Überschüsse bei der Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen auszugleichen, diskutierten Vertreter der Firma GP JOULE, der Organisationen watt_2.0 und der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) sowie der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Dr. Ingrid Nestle, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, leitete das Fachgespräch mit rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Firmensitz von GP JOULE in Reußenköge in Nordfriesland.


Schleswig-Holstein ist von dem Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch besonders betroffen. Mehr als ein Viertel der in Deutschland installierten Leistung aus Windenergie (1.303 MW) kommen von hier. Der durchschnittliche Verbrauch liegt jedoch sehr häufig darunter. „Speicher sind eine Schlüsseltechnologie für eine intelligente Energiewendeinfrastruktur und für die Versorgungssicherheit“, sagt Dr. Ingrid Nestle. „Wir brauchen sie dann intensiver, wenn die Erneuerbaren Energien einen sehr hohen Anteil an der Stromversorgung stellen. Dann müssen sie große Teile der Aufgaben übernehmen, die heute konventionelle Kraftwerke haben. An dieser Funktion von Speichern wird das Land seine Innovationsstrategien ausrichten. Forschung und Entwicklung sind bereits heute notwendig“.


Ein Beispiel für den intelligenten Einsatz von Speichertechnologie im Norden ist eine 200 kW starke Power-to-Gas-Anlage, die GP JOULE im Rahmen eines Pilotprojektes im vergangenen Mai in Betrieb genommen hat. Mit dieser Power-to-Gas-Anlage wird mittels PEM-Elektrolyse Strom in Wasserstoff umgewandelt. Dieser kann gespeichert und bei Bedarf zusammen mit Biogas in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) rückverstromt werden. Zudem wird die bei der Elektrolyse anfallende Abwärme über einen bestehenden Nahwärmeanschluss zum Heizen von Wohn- und Gewerbeflächen oder zur Beheizung der Biogasanlage genutzt. Auf diese Weise gelingt es, nachwachsende Rohstoffe zusätzlich einzusparen und erneuerbare Wärme bereit zu stellen.


Weitere Informationen unter www.gp-joule.de.

 

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