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05.06.2014 // Gutachten zum Einfluss von Windkraftanlagen auf UKW-Drehfunkfeuer

Außerhalb eines 3-Kilometer-Schutzradius haben Windkraftanlagen keine nachweisbare Störwirkung auf UKW-Drehfunkfeuer. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der Technischen Universität Berlin, dass vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) in Auftrag gegeben wurde. Es wurde gemeinsam mit Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz finanziert.

Energiewendeminister Dr. Robert Habeck stellte das Gutachten gestern in Kiel vor und forderte den Bund auf, das restriktive Vorgehen der Flugsicherung bei der Genehmigung von Windanlagen grundlegend zu überprüfen.

2009 wurde der Schutzradius rund um Flugsicherungsanlagen von drei auf 15 Kilometer ausgeweitet. Seitdem spricht das Bundesamt für Flugsicherung zunehmend Bauverbote für Windkraftanlagen aus, mit der Begründung, dass sie Flugsicherungsanlagen stören könnten. Insgesamt sind so im vergangenen Jahr 95 Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein mit einem Bauverbot belegt worden.

Bereits in verschiedenen Verfahren traten aber Zweifel an der tatsächlichen Störwirkung von Windenergieanlagen auf. Das MELUR als zuständige Genehmigungsbehörde hatte daher einen Gutachter beauftragt, der die konkrete Störwirkung von einzelnen Windanlagen im 15-Kilometer-Schutzradius des UKW-Drehfunkfeuers Michaelsdorf gemessen hat. Nach dem Ergebnis dieser Messungen konnte hierbei keine Störwirkung festgestellt werden. Dieses Gutachten wurde der Deutschen Flugsicherung zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie hier die MELUR-Pressemitteilung „Gutachten zum Ausbau der Windenergie im Schutzbereich von Flugsicherungsanlagen vorgestellt“.

 

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