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30.11.2012 // Bundestagsbeschluss senkt finanzielle Risiken für Offshore-Betreiber

Ein großer Teil der Entschädigungssummen für Anschlussprobleme der Offshore-Windparks können auf die Strompreise umgelegt werden. Das war eine der Neuerungen des Energiewirtschaftsgesetzes, die der Bundestag gestern beschlossen hat.

Die Entschädigungspflicht des Übertragungsnetzbetreibers wird dem neuen Gesetzesentwurf zufolge bei einfacher Fahrlässigkeit auf 17,5 Millionen Euro je Schadensereignis begrenzt. Gleichzeitig wurde ein Entschädigungshöchstbetrag von 110 Millionen Euro festgelegt. Die jährliche Belastung der Stromverbraucher soll auf maximal 0,25 Cent pro Kilowattstunde begrenzt werden. Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr würden sich bei einer Entschädigungsumlage in Höhe von 0,25 Cent pro Kilowattstunde Mehrkosten in Höhe von 8,75 Euro pro Jahr ergeben. Das ist für die Verbraucher zunächst eine schlechte Nachricht, könnte jedoch auf lange Sicht zur Umsetzung der Energiewende und damit zur Stabilisierung der Strompreise beitragen, indem es Investitionssicherheit für die Offshore-Branche schafft.

Die Stiftung Offshore Windenergie bezeichnete den Bundestagsbeschluss als Meilenstein in der Fortentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Bau der Stromnetze in Nord- und Ostsee und setzt nun darauf, dass der Bundesrat den Neuerungen des EnWG noch im Dezember zustimmt. Allerdings müssten bei der Umsetzung des Gesetzes alle Instrumente genutzt werden, um die Belastung des Verbrauchers kurzfristig möglichst gering zu halten, heißt es in der Mitteilung der Stiftung.

Lesen Sie weitere Details in der Pressemitteilung der Stiftung Offshore Windenergie und in der Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses.

 

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