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Aktuelles

02.12.2008 // Über 80 Teilnehmer bei 8. windcomm werkstatt in Meldorf

Schleswig-Holstein, Wiege der Windenergie: Auf rund 20 Jahre Energieerzeugung aus Wind blickt das Land zurück. Neben der von der Landes-regierung angestrebten Erweiterung der Windeig-nungsflächen spielt darum das Repowering, der Ersatz älterer durch neue, leistungsstärkere Wind-energieanlagen, eine zunehmend wichtige Rolle bei der weiteren Entwicklung. Mit der Frage, wie dieses Repowering effektiv gestaltet werden kann, beschäftigte sich die "8. windcomm werkstatt" in Meldorf. Die große Resonanz von über 80 Teilnehmern (wobei nicht einmal alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten) illustriert die Bedeutung, die Kommunen, Betreiber und Behörden, Planer und Politik diesem Thema beimessen.

Windenergiestandorte optimal zu nutzen - darum geht es beim Repowering. Auch aus Sicht der Landesregierung ist dies ein entscheidender Beitrag zum Ausbau der Windenergie, machte der Projektleiter von windcomm schleswig-holstein Matthias Volmari in seiner Einführung deutlich. windcomm hat auf der Basis einer wissenschaftlichen Arbeit dafür Handlungsempfehlungen entwickelt, die Volmari in Meldorf vorstellte und die in Kürze auch in Form einer Broschüre erscheinen sollen. Zu den Vorschlägen zählen die Schaffung eines landesweiten Flächen- und Anlagenpools, die Einrichtung einer unabhängigen Informations- und Koordinierungsstelle als neutraler Ansprechpartner für alle Akteure, die Ausschöpfung der im Landesentwicklungsplan vorgesehenen Möglichkeiten zum Repowering auch außerhalb von Eignungsflächen, eine frühzeitige, vorausschauende Planung durch die Gemeinden sowie eine umfassende Repoweringstrategie für Schleswig-Holstein.

Insgesamt sieben Referenten aus den zuständigen Landesministerien und den Gemeinden, aus den Reihen von Planern und Betreibern sowie vom Bundesverband WindEnergie (BWE) kommentierten dann aus ihrer jeweiligen fachlichen Sicht die windcomm-Anregungen – Diskussion mit dem Publikum ausdrücklich erwünscht! Aus den unterschiedlichen Perspektiven wurde dabei immer wieder die Bedeutung hervorgehoben, eine Beteiligung der Bürger vor Ort bei der Umsetzung auch von Repowering-Maßnahmen hat; die Rede war von einem „schleswig-holsteinischen Erfolgsmodell Bürgerwindpark“.

Deutlich wurde zudem der erhebliche Beratungsbedarf insbesondere der Gemeinden hinsichtlich des anstehenden planerischen Umbaus in Schleswig-Holstein durch den Landesentwicklungsplan und die daraus resultierenden Veränderungen in der Regionalplanung, durch die Verwaltungsstrukturreform sowie auch durch das bundesweite Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das am 1. Januar 2009 in Kraft tritt. windcomm schleswig-holstein weiß sich hier in Zukunft denn auch besonders gefordert: „ Wir sehen es als unsere Aufgabe an, zu moderieren und Lösungen anzustoßen“, so windcomm-Projektmanager Florian Wetzig. Schleswig-Holstein könnte sich so als Vorreiter nicht nur der Windenergie, sondern auch eines möglichst konfliktfreien Repowering-Prozesses erweisen.

 

Kontakt

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