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Aktuelles

09.02.2006 // BZEE "goes worldwide" - Bildungszentrum Erneuerbare Energien erhält Anfragen aus aller Welt

Nachfragen aus aller Welt nach Weiterbildung aus Husum

Das Husumer BZEE, Bildungszentrum für Erneuerbare Energien, ist seit sechs Jahren eine feste Größe für Weiterbildung zum Servicetechniker für Windenergieanlagen und zur Qualifizierung von Mitarbeitern fast aller deutscher und dänischer Windenergie-Anlagenhersteller.

Das BZEE entwickelte entsprechend der Anforderungen aus der Wirtschaft praxisnahe Bildungsmaßnahmen. Die Einhaltung der hohen BZEE-Qualitätsstandards in den Schulungen und Lehrgängen wird durch BZEE Zertifikate bescheinigt, die in der Windbranche als wichtiger Qualitätsnachweis dienen.

In Kooperation mit den Bildungsträgern Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Husum, dem bfw in Bremen und Bremerhaven sowie der WEQUA in Lauchhammer werden diese BZEE - Bildungsmaßnahmen mit Ausbildern aus der Windenergiepraxis umgesetzt.

Bisher wurden vom BZEE in Deutschland rund 450 junge Menschen zu Servicetechnikern für Windenergienanlagen ausgebildet.

Auf diese deutsche Erfolgsgeschichte folgt nun zukünftig eine internationale

Windenergie ist seit 10 Jahren weltweit die am schnellsten wachsende Energie-erzeugungsquelle. Auch 2006 erwartet die in diesem Sektor führende deutsche Energiebranche Umsatzgewinne und setzt dabei hauptsächlich auf den Export. 2005 ist die Windenergie global um 23 Prozent gewachsen. Das entspricht einem Umsatz von 10 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wurden 10.000 Megawatt (MW) Windleistung installiert - davon 1.808 Megawatt in Deutschland.

Neben der großen Nachfrage nach deutschen und dänischen Windenergieanlagen und dem entsprechenden Ingenieurs Know-how wird nun auch verstärkt nach Qualifizierung von Service-Mitarbeitern gefragt.

„Wir haben Anfragen aus der ganzen Welt. Der Personalbedarf für Service und Wartung ist überall enorm. Es hat sich sehr schnell herumgesprochen, dass unsere entwickelten BZEE-Ausbildungsstandards in allen zukünftigen Windenergieländern der Welt gut dazu beitragen können, dass die dortigen Servicetechniker für Windenergieanlagen kompetent ausgebildet sind, diese dann mit den Sicherheitsbestimmungen umgehen werden und die grundlegenden Service- und Wartungsarbeiten zuverlässig und fachkundig erledigen können“, bestätigt Nils Peters von BZEE Consult in Husum.

In der Ausbildungsstätte des BZEE in Lauchhammer werden im Moment litauische Servicetechniker in Kunststoffbearbeitung und Rotorblattreparatur ausgebildet.

Kooperationen mit kanadischen, französischen und japanischen Bildungseinrichtungen werden zurzeit konkretisiert.

BZEE im Windland Kanada

Im letzten Oktober haben die BZEEler auf der Windkonferenz CanWEA in Toronto ihre Qualitätsstandards mit großer Resonanz vorgestellt, im Mai werden sie auf Einladung der kanadischen Außenhandelskammer erste Seminare in Kanada halten und schon Ende Februar kommen Vertreter verschiedener kanadischer Colleges zum Informationsbesuch nach Husum. Kanada verfügt als flächenmäßig zweitgrößtes Land der Erde über ausreichend Platz mit gutem Windpotenzial zur Installation großer Windkraftwerke. Bislang stellt die Windenergie in Kanada mit einer installierten Kapazität von 570 MW und damit 0,3% der gesamten Stromerzeugungskapazität erst ein "laues Lüftchen" dar. Bis 2013 sollen dort Windturbinen mit einer Gesamtleistung von rund 8.000 MW Strom erzeugen.

Ausbildung für Frankreich

Auch das ehemalige „Atomstrom-land“ Frankreich wird bald zur Gruppe der sieben größten Windenergiemärkte gehören. Derzeit gibt die französische Regierung das Ziel von insgesamt 10 000 MW bis 2010 vor.

„Das Lycée F. Bazin in Charleville-Mezières wird die BZEE-Ausbildungsstandards übernehmen. Im Sommer werden die ersten französischen Ausbilder vom BZEE in Husum geschult werden“, informiert Beate Buhl, BZEE Consult.

 

Japanischer Besuch in Husum

In Japan wird der Windenergie ebenfalls ein größeres Wachstum von 200 bis 300 MW prognostiziert. Motor der Entwicklung ist die Verpflichtung der Energieversorger, ihren Anteil des Stroms aus regenerativen Energiequellen bis 2010 von derzeit 0,3 Prozent auf 1,3 Prozent zu erhöhen.

Anlässlich eines Informationsbesuches zweier japanischer Windkraft-Experten beim BZEE in Husum, bekräftigte Windpark-Geschäftsführer Kazuhiko Kobayashi in der letzten Woche: „Uns interessiert besonders die Servicetechniker-Ausbildung, die mit dem in der Windbranche anerkannten BZEE-Zertifikat abschließt. Damit erreichen wir die größtmögliche Sicherheit, dass unsere japanischen Servicetechniker sachkundig mit den deutschen und dänischen Windenergienanlagen umgehen können, die schon jetzt und noch mehr in Zukunft in unserem Land stehen werden.“

Peter Bielenberg von windcomm, der schleswig-holsteinischen Netzwerkagentur, untermauert: „Für uns ist der Erfolg des BZEE der eindeutige Beweis, dass hier in der Weltwindhauptstadt Husum genau das Wissen und die Erfahrung vorhanden sind, die für die weltweite Windenergieentwicklung auch in Zukunft bedeutsam sein werden. Wir freuen uns, das BZEE auf seinem Weg begleiten und unterstützen zu können.“

 

Kontakt

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